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Mittwoch, 20. Juli 2016

7 Tage 7 Bildergeschichten: Tag 6

In meiner Blogreihe 7 Tage 7 Billdergeschichten, geht es heute am vorletzen Tag um das Tandemstillen direkt nach meiner Geburt mit Zwillingen.


Tag 6 - Wie ich meine Zwillinge das erste Mal stillte



Das Bild entstand als meine Zwillingsjungs einen Tag alt waren, beim Tandemstillen in Footballhaltung. Leider ohne Stillkissen, da die Geburtstation des Krankenhauses nicht erlaubte das Stillkissen aus dem Stillzimmer mit in sein Zimmer nehmen zu dürfen.

Als Langzeitstillmama hatte ich bereits einige Erfahrungen sammeln können. Mein erster Sohn stillte sich im Alter von 26 Monaten selbstbestimmt, während meiner Zwillingsschwangerschaft ab und plötzlich war da eine gewisse Leere. Ja, ich liebte es ihn zu stillen und diese unglaubliche Nähe zwischen uns die plötzlich nicht mehr da war fehlte mir als Mutter sehr, aber ich bin auch sehr froh darum das er mir das Abstillen so leicht machte und es von ihm alleine geschah und nicht durch mich.

Meine erneute Schwangerschaft spielte auch eine große Rolle beim selbstbestimmten Abstillprozess http://stillzwerg.blogspot.de/2015/10/abgestillt-das-ende-einer.html , denn ich hatte einfach keine Milch mehr, so oft er sich auch noch stillte, die Muttermilch war weg. So gerne hätte ich meinen ersten Sohn noch viel länger gestillt, die erneute Schwangerschaft machte uns beiden aber einen Strich durch die Rechnung. 

Erneute Schwangerschaft bedeutet damit aber auch eine neue Stillbeziehung. 10 Monate freute ich mich so sehr auf den Tag der Geburt und mein erstes Mal Tandemstillen, das erste Mal Zwillinge stillen und auch noch gleichzeitig. Ich machte mir im Vorfeld nicht viele Gedanken darum ob es klappt oder nicht, ich ließ alles auf mich/uns zukommen, vertraute auf meinen Körper und darauf das es schon klappen wird mit Zwillingen. Wieso auch nicht? Einzig und allein machte ich mich mit Tandemstillpositionen vertraut.

Als die Geburt dann doch sehr plötzlich geschah und ich meine beiden Jungs zum ersten Mal sah, kuschelte ich mich direkt an sie. Mein Minizwerg lag bereits auf meiner nackten Brust, die Hebamme war noch mit dem Bigzwerg beschäftigt (messen, wiegen...) und wir beide lernten uns kennen. Unser erstes Mal stillen geschah völlig intuitiv und selbstbestimmt - der kleine Zwerg hatte Hunger, suchte meine Brust, dockte selbst an und saugte an meiner Brust. Hach dieses Gefühl, wenn der eigene kleine Babyjunge das erste Mal an der Brust trinkt ist - ein Wunder man kann es nicht anders sagen. Der Mutterkörper ist ebenfalls ein unglaubliches Wunder und leistet hervorragende Arbeit. 

Und genau wie bei meinem Erstgeborenen Sohn - war dieser erste Stillmoment für mich als Mutter bedeutsamer als die eigentliche Geburt. Auch wenn einige jetzt sagen werden, die Geburt des Kindes ist das Schönste im Leben einer jeden Mutter, mag das durchaus sein aber für Mein ganz persönliches Empfinden ist es der erste Stillmoment, bei der ersten Geburt sowie bei der Zwillingsgeburt. Der erste Stillmoment mit allen drei Kindern hat uns eins werden lassen, nicht die Geburt (liegt aber vielleicht auch einfach an der Art und Weise der Geburt). 

Als die Hebamme fertig mit vermessen und allem des Bigzwerges  war und zu uns rüber sah, hatte sie eigentlich vor mir den ersten Sohn anzulegen und war sehr verwundert darüber, dass dieser bereits an meiner Brust trank. Damit hatte sie nicht gerechnet. Dann lernte ich meinen zweiten Babyjungen kennen. Ich war sofort unsterblich verliebt in die beiden. Die Hebamme wollte mir diesmal den zweiten Jungen anlegen, während der erste noch trank, aber ich bedankte mich bei ihr und lehnte ihre Hilfe ab. Auch er sollte sich intuitiv selbst stillen dürfen. Und so gab ich auch uns beiden Zeit dafür und wartete darauf das er alleine an der Brust trank. 

Glücklich und zufrieden lagen wir zu dritt im Bett, des Kreißsaales und beide Zwillingsjungs tranken an meiner Brust - Tandem und gleichzeitig so lange sie wollten. Wir kuschelten, sie tranken, wir lernten uns kennen. Es war Liebe auf den ersten (erster Zwillingsjunge) und auf den zweiten (zweiter Zwillingsjunge) Blick. Und alles wovon ich dachte "das ist Tandemstillen und so wird es sich anfühlen" wurde über Bord geworfen denn - dieser erste Tandemstillmoment war unglaublicher, einzigartiger, wundervoller als ich ihn mir je erdenken konnte. Man muss es fühlen.

Tag 6 der Blogreihe folgt.
Könnt Ihr Euch noch an Euren ersten Stillmoment (das erste Mal stillen) erinnern, wie war das für Euch?

Eure Verena

Montag, 18. Juli 2016

Wochenende in Bildern 16./17.Juli 2016

Hier kommt noch ein kleiner Ausschnitt unseres Wochenendes in Bildern vom 16./17.Juli 2016 
( WIB ) eine Aktion von Susanne von  Geborgen Wachsen . 


Samstag

Der Samstag begann sehr früh, gegen 7.15 Uhr lag Big-Twin wie immer freudestrahlend und brabbelnd im Bett. Nachdem ich ihn gewickelt und gestillt hatte überreichte ich ihm dem Papa der mit ihm runter ging damit mein großer Sohn, Mini-Twin und ich noch eine Runde weiterschlafen konnten.

Die zwei anderen Söhne ließen mich gnädigerweise einmal bis 9.30 Uhr ausschlafen, nach dem Stillen gab es dann Frühstück und danach ging es direkt in den Garten für den gesamten Tag.

Ich machte die Wäsche, Mann und Sohn die Gartenarbeit und es wurde lecker vegan gegrillt. Unter anderem gab es zweierlei Kartoffelsalate, mit leckeren geernteten Frühkartoffeln aus dem eigenen Bio-Garten, einmal in Essig-Öl und einmal mit selbstgemachter veganer Mayo. Dazu pflückte ich Essbare Blüten und machte eine Blüten"butter" zu Zwiebel Baguette und natürlich gegrilltes Gemüse (mit Zucchinis aus eigener Ernte) vom Grill das auch perfekt mit der Blüten"butter" harmonierte. 

Die Zwillinge lagen um 19.00 Uhr im Bett und schliefen und den weiteren Abend verbrachte ich damit unseren großen Sohn in den Schlaf zu begleiten. Es dauerte eine Ewigkeit, um 23.00 Uhr schlief er dann eeeeendlich, er ging aber auch später ins Bett da wir noch lange im Garten waren.

Und weil die Tage und Wochen so unglaublich schnell rum gehen und ich noch nicht einmal dazu kam mich um die Geburtstagsgeschenke für meinen großen Sohn zu kümmern, der diese Woche 3 Jahre alt wird, bestellte ich um 00.00 Uhr im Internet noch seine Geburtstagsgeschenke. Irgendwann gegen 1.00 Uhr lag ich dann auch mit im Bett.


Sonntag


Unser Sonntag begann etwas später, es wurde gefrühstückt. Hirsebrei gab es mit Zucker, Zimt und Birnen. Nachdem alle Kinder versorgt waren ging es wieder in den Garten. 

Der Mann mähte den Rasen und wie bereits auf Facebook geschrieben, lagen beide Zwillingsjungs erst in ihrem UV-Zelt und später auf ihrer Decke, Mini-Twin robbte dabei völlig unerwartet ein ganzes Stück nach vorne sodass er plötzlich laut aufschrie. Als wir schauten sahen wir das der arme Zwerg mit seinem ganzen Gesicht mitten auf dem frisch gemähten Rasen lag. Überall in seinem Gesicht, an Händen und Armen und Pulli war Erde und Wiese. Ich weiß ja echt nicht was die beiden für ein Tempo an den Tag legen, das nächste Mal liegen die zwei etwas weiter hinten auf ihrer Decke um vorzusorgen. Das Bild habe ich auf der Facebook Seite https://www.facebook.com/stillzwerg gepostet.

Zu Mittag gab es die Grillreste vom Samstag, denn es war noch eine ganze Menge Salat übrig geblieben und Zucchinis können wir gerade haufenweise im Garten ernten. Leeeecker. 

Mann und Kinder waren den gesamten Tag im Garten und ich war im Haus sehr lange damit beschäftigt die Spielsachen des großen Sohnes im Kinderzimmer (welches eigentlich so gut wie nie bespielt wird aber voller Spielzeug ist), Wohnzimmer und Esszimmer auszusortieren und auf ein Minimales zu beschränken. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen überfordert es ihn völligst so viel Spielzeug zu haben, es wird immer nur kurz etwas bespielt und dann das nächste, dann liegt überall sein Spielzeug im Haus verteilt herum, manche Spielsachen sind bereits uninteressant geworden und mit anderen spielt er täglich und ich wollte Platz schaffen für Neues und Geburtstagsgeschenke. Seine Spielsachen sind nun auf ein Minimales beschränkt und es stehen noch 2-3 Sachen im Wohnzimmer mit denen er sich täglich und immer lange beschäftigt + die ganzen Gesellschaftsspiele und Puzzles. Dazu kommen dann die bestellten Geschenke und dann hoffe ich das er wieder intensiver spielt. Auch sein Kinderzimmer wurde aussortiert und neues kommt hinzu, so spielt er vielleicht auch einmal wieder darin. Ich kann dazu nach seinem Geburtstag noch einen separaten Artikel schreiben und euch zeigen womit er aktuell (3 Jahre alt) spielt und was er zu seinem Geburtstag geschenkt bekam - wenn Euch das interessiert ? Dann hinterlasst mir doch gerne hier oder auf FB unter dem Artikel einen Kommentar.

Abends ging es für die Kinder noch in die Wanne und danach auch schon ins Bett. Diesmal bin ich direkt mit dem großen Sohn etwas später liegen geblieben.


Weitere Bilder unseres Wochenendes, die ich mit dem Handy aufgenommen habe, könnt Ihr in meinem Instagram Profil ansehen und mir sehr gerne dort folgen unter https://www.instagram.com/derstillzwerg/ .

Wie war Euer Wochenende, womit habt Ihr es verbracht?

Eure Verena

7 Tage 7 Bildergeschichten: Tag 5

Heute geht die Reise 7 Tage 7 Bildergeschichten mit Tag 5, dem ersten Kennenlernen zwischen unserem Erstgeborenen Sohn und seinen Zwillingsbrüdern, weiter.


Tag 5



 


Euer erstes Kennenlernen



Unser Sohn wurde unter der Geburt super von seinem Opa betreut. Mein Mann verbrachte die erste Nacht, nach der Geburt, gemeinsam mit mir und seinen neu geborenen Zwillingsjungs im Familienzimmer des Krankenhauses. Den nächsten Morgen holte er sofort früh morgens unseren Sohn zuhause ab und fuhr zu mir und den Babys ins Krankenhaus.

Mein Mann und ich hatten uns unzählige Male den Kopf darüber zerbrochen und darüber nachgedacht wie wohl die erste Begegnung - das erste Kennenlernen zwischen unserem Erstgeborenen Sohn und seinen neu geborenen Zwillingsbrüdern - sein wird. Wir haben uns so viele Fragen gestellt wie zum Beispiel - Wie wird er auf seine Brüder reagieren, wird er wütend oder traurig sein oder freut er sich auf die Babys, wie wird er auf uns Eltern reagieren, wird er verstehen das das unsere Babys sind und diese auch mit uns nachhause kommen werden, versteht er das das nun seine Brüder sind und vor allem wie wird er wirklich darauf reagieren das es zwei Babys sind, quasi doppelte Entthronung seinerseits, wird er sich entthront fühlen oder nicht, realisiert er das Mama wirklich zwei Babys in ihrem Bauch hatte und wie wird das erste Kennenlernen sein. Das und noch viel mehr waren unsere Ängste und Gedanken als Eltern - völlig unbegründet wie wir dann feststellten.

Bereits im Gang des Krankenhauses hörte ich ihn rufen "Mamaaaaa wo biiiiist du, halloooo". Unser Sohn kam mit meinem Mann die Türe hinein, einen selbst ausgesuchten Blumenstrauß hatte er für mich in der Hand den er mir direkt überreichte. Aufgeregt war er, aufgedreht und dennoch total ruhig das spürte man. Einen Zwillingsjungen hielt ich im Arm, ich hatte ihn gestillt und er schlief an meiner Brust ein, der andere Babyjunge schlief an meinem Bett in seinem Babybettchen.

Mein Sohn begrüßte mich, war aber etwas verhalten und traute sich erst kaum seinem neu geborenen Brüdern näher zu kommen. Er sah das ich einen im Arm hielt und der zweite in dem Bett neben mir lag traute sich aber nicht in das Bettchen hinein zu sehen. Über meine Frage "ob er sich zu uns aufs Bett setzen möchte" freute er sich sehr und krabbelte vorsichtig und leise auf mein Bett, setzte sich neben mich, völlig wortlos, ich umarmte ihn, zeigte ihm seinen kleinen Zwillingsbruder und stellte ihm unsere beiden neuen Familienmitglieder vor. Einen nach dem anderen bzw. den zweiten Zwillingsjungen erst nachdem er etwas Zeit hatte mit der neuen Situation umzugehen, sie realisierte, verarbeiten konnte, ich ließ uns allen dabei sehr viel Zeit am meisten unserem großen Sohn. Ich umarmte meinen großen Sohn. Nach kurzem Betrachten wollte er ihn nehmen und unser neu geborener, winzig kleiner Zwillingsjunge, lag auf seinem Schoß in seinen kleinen Armen.

Genau in diesem Augenblick entstanden diese Bilder von den beiden - unserem Erstgeborenen und unserem neu geborenen Zwillingsjungen. Unser Sohn war so voller Liebe das spürten wir, sehr sehr vorsichtig aber auch total neugierig auf seine Brüder, alles an ihnen war neu für ihn und noch nie vorher hatte er ein Baby in den Armen gehalten schon gar nicht einen kleinen Bruder. Er strahlte über sein ganzes Gesicht, war glücklich und es schien als sei auch ihm eine kleine Last abgefallen, genau wie uns Eltern in diesem Moment. Seine Berührungen waren vorsichtig, langsam, herzlich und so voller Liebe. Seine Blicke und er waren absolut verliebt. Ab dem ersten Moment so schien es uns, gehörten unsere neu geborenen Zwillingsjungs genau wie für uns, auch für ihn zu unserer Familie hinzu und nicht mehr wegzudenken. Das sah und spürte man in diesem ersten Augenblick zwischen unserem Erstgeborenen Sohn und seinen Zwillingsbrüdern damals - bis heute.

All unsere Ängste, Sorgen, all die Fragen die wir uns stellten hatten sich genau in diesem Augenblick in Luft aufgelöst. Der Augenblick war perfekt genau wie das Kennenlernen seiner neu geborenen Brüder es war. Voller tiefer, bedingungsloser, reiner Geschwisterliebe.

Morgen geht die Reise mit Tag 6 weiter.
Lesen wir uns wieder?

Eure Verena

Donnerstag, 14. Juli 2016

7 Tage 7 Bildergeschichten: Tag 4

Heute an Tag 4 teile ich mit Euch mein erstes Bild nach der Geburt der Zwillingsjungs.


Tag 4 - Eure Geburt 



Die eigentliche Idee für diese Bilderserie entstand für mich wegen der Geburtsbilder - die 4 Monate nach der Geburt  meiner Zwillingsjungs noch immer auf der Speicherkarte meiner Kamera waren (unangesehen). Nicht weil sie mir nichts bedeuten, diese Bilder bedeuten mir alles, ich habe auch schon öfter kurz drüber gesehen aber richtig jedes einzelne Bild habe ich mir nicht ansehen können. Ich konnte es einfach nicht.

Die Bilder meiner eigenen Zwillingsgeburt triggern mich bis aufs übelste, sie sind wunderschön und dennoch tut sich die gesamte Grausamkeit meiner Geburt wieder auf wenn ich sie ansehe. Meine Zwillingsjungs sind geboren bei 36+1 nach einer Not-Sectio.

Ich erinnere mich nicht mehr an viel und das woran ich mich erinnere ist grausam. Die Momente nach der Geburt waren wunderschön und auch völlig irreal. Ich weis noch nicht einmal mehr ob ich meinen zweiten Jungen auch kurz alleine in den Armen hielt oder nur gemeinsam an der Seite seines Bruders - an meiner Brust. Das erste Bild, ist das erste Bild nach der Geburt meiner Zwillingsjungs. Auf dem zweiten Bild mein gleicher Junge. Meinen anderen Jungen bekam ich in die Arme als ich den ersten stillte (so erinnere ich mich und auch mein Mann sich). Ich hatte demnach also nicht einmal kurz die Gelegenheit meinen zweiten Sohn alleine kennen zulernen...


Wir lesen uns morgen wieder, an Tag 5.

Eure Verena